Pilotvorhaben

Im Rahmen des Projekts setzen bisher 5 Kommunen eigene Pilotvorhaben um. Diese Vorhaben setzen thematisch an verschiedenen Stellen an und versuchen auf unterschiedliche Weise, kommunale Unterbringung von Geflüchteten innovativ und nachhaltig zu gestalten. Im Zuge des Projektes werden diese Vorhaben wissenschaftlich begleitet.

Landkreis Cuxhaven

Das Pilotvorhaben im Landkreis Cuxhaven verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen der Landkreisverwaltung und den kreisangehörigen Kommunen im Bereich der Unterbringung Geflüchteter zu stärken. Im Landkreis Cuxhaven sind (bis auf eine Kommune) die kreisangehörigen Kommunen für die Unterbringung Geflüchteter zuständig. Deshalb werden in einem ersten Schritt aktuell im Rahmen einer Bedarfserhebung die Herausforderungen, Wünsche und Veränderungspotenziale in den kreisangehörigen Kommunen im Bereich der Unterbringung ermittelt. Basierend darauf werden im Anschluss gemeinsam mit dem Landkreis und den kreisangehörigen Kommunen Maßnahmen entwickelt und in der Praxis erprobt, die unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten vor Ort auf eine teilhabeorientierte, nachhaltige und ressourceneffiziente Unterbringung hinwirken.

Stadt Hildesheim

In der Stadt Hildesheim wird die hybride Unterbringung Geflüchteter und internationaler Pflegekräfte erprobt. Ein lokales Krankenhaus hat eine Etage in einer städtischen Gemeinschaftsunterkunft (GU) angemietet und nutzt diese, um ausländische Fachkräfte und Auszubildende unterzubringen. Ziel des Vorhabens ist es, dass beide Gruppen miteinander in Kontakt kommen und voneinander profitieren können. Dazu werden unter anderem gemeinsame Aktivitäten durchgeführt. Darüber hinaus soll das Pilotvorhaben die Flexibilisierung kommunaler Unterbringung austesten, indem nicht für die Unterbringung Geflüchteter benötigte Kapazitäten (vorübergehend) für andere Zielgruppen zu Verfügung gestellt werden.

Main-Taunus-Kreis

Unter dem Titel „Partizipative Entwicklung und Pilotierung von Ansätzen für (mehr) Selbstverwaltung in Gemeinschaftsunterkünften“ führt der Main-Taunus-Kreis ein Pilotvorhaben zur Partizipation von Bewohnenden mehrerer Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis durch. Ziel ist es, die Einbeziehung und Mitbestimmung von Bewohnenden in Unterkünften der Kommune unter sozialpädagogischer Federführung praktisch zu fördern und diese Versuche wissenschaftlich zu begleiten. Hierfür sollen schrittweise einzelne Unterkünfte ausgewählt werden, in welchen jeweils auf Grundlage von Bedarfserhebungen Schritte in Richtung Selbstverwaltung erprobt werden.

Stadt München

In München werden seit längerer Zeit in Immobilien, die perspektivisch umgenutzt oder abgerissen werden sollen, im Zuge einer Zwischennutzung geflüchtete Menschen untergebracht, Tendenz steigend. Im Rahmen des Projektes soll diese Praxis wissenschaftlich begleitet werden, um Vor- und Nachteile herauszustellen und Handlungsempfehlungen für die Stadt München und auch andere Kommunen zu erarbeiten. Diese Begleitung stellt kein Pilotvorhaben im klassischen Sinne dar, bei dem im Rahmen des Projektes Maßnahmen umgesetzt werden. Vielmehr geht es um die Evaluation einer bestehenden Praxis.

Stadt Wuppertal

In Wuppertal startet im Rahmen des Projekts „Mehr als vier Wände“ eine Pilotierung zum Thema Auszugsmanagement und Wohnraumvermittlung. Hintergrund ist die Herausforderung, dass viele anerkannte Geflüchtete weiterhin in öffentlich-rechtlichen Unterkünften leben, obwohl ein Übergang in privaten Wohnraum grundsätzlich möglich wäre. Hohe Fehlbelegungsquoten binden kommunale Kapazitäten und erschweren Integration. Ursachen liegen unter anderem in angespannten Wohnungsmärkten und Unsicherheiten bei Mieter:innen und Vermieter:innen sowie strukturellen Hürden im Zugang zu privatem Wohnraum. Gemeinsam mit der Stadt Wuppertal wird ein kommunaler Aktionsplan „Auszugsmanagement und Wohnraumvermittlung“ entwickelt und erprobt, der durch systematische Bedarfserhebung, Analyse bestehender Abläufe und die Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten eine strukturierte Wohnraumvermittlung ermöglicht. Ziel ist es, transparente Prozesse für den Übergang in private Mietverhältnisse zu etablieren, Fehlbelegungen zu reduzieren und tragfähige Strukturen zu schaffen, die perspektivisch auch als Orientierung für andere Kommunen dienen können.

Aktuelles aus den Pilotkommunen

Wo sollen wir anfangen 2.0? – Auftakttreffen für das Pilotvorhaben zur Partizipation im Main-Taunus-Kreis in einer zweiten Unterkunft

Unter dem Titel „Partizipative Entwicklung und Pilotierung von Ansätzen für (mehr) Selbstverwaltung in Gemeinschaftsunterkünften“ wird im Main-Taunus-Kreis ein Mehr als vier Wände-Pilotprojekt durchgeführt. Am 30.01. startete das Vorhaben in der..

Wo sollen wir anfangen 1.0? – Auftakttreffen für das Pilotvorhaben zur Partizipation im Main-Taunus-Kreis

Unter dem Titel „Partizipative Entwicklung und Pilotierung von Ansätzen für (mehr) Selbstverwaltung in Gemeinschaftsunterkünften“ startete im Main-Taunus-Kreis das erste Mehr als vier Wände-Pilotprojekt. Ziel ist es, die partizipative Mitbestimmung von..

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