Das „Mehr als vier Wände“-Wissensnetzwerk besteht aktuell aus 20 Kommunen. Deren Vertreter:innen kommen viermal jährlich zu einem Netzwerktreffen zusammen. Ziele der Zusammenarbeit sind die Vernetzung untereinander und das Lernen voneinander sowie durch Inputs, die das Projektteam organisiert. Auf diese Weise sollen die Kommunen darin unterstützt werden, ihre bisherige Unterbringungspraxis zu reflektieren, bestehende Herausforderungen anzugehen und neue Wege für eine innovative und nachhaltige kommunale Unterbringung geflüchteter Menschen zu finden.
AG 1: Hybride Unterbringung
Die AG 1 beschäftigt sich mit der gemeinsamen Unterbringung beziehungsweise dem gemeinsamen Wohnen (durch die Kommune untergebrachter) geflüchteter Menschen und anderer Personengruppen. So soll erarbeitet werden, wie Kommunen ihre Kapazitäten flexibel und nachhaltig nutzen und gleichzeitig verschiedene Zielgruppen unterstützen können, die Probleme haben, (bezahlbaren) Wohnraum zu finden.
AG 2: Atmendes System
Die AG 2 befasst sich mit der Frage, wie die Nutzung des kommunalen Unterbringungssystems möglichst flexibel gedacht werden kann. Im Mittelpunkt stehe dabei die Herausforderung, städtische Objekte so zu gestalten, dass sie hybrid genutzt werden können, entweder zur Unterbringung verschiedener Zielgruppen oder für andere Zwecke als die Unterbringung. Ziel ist ein atmendes, flexibles System, das sich an sich verändernde Nutzungsbedarfe anpassen kann. Hier müssen neben dem Umgang mit den Objekten selbst auch Prozesse rund um Aufbau und Abbau berücksichtigt werden. Dies betrifft z. B. personelle Ressourcen, wie Sicherheits- und Reinigungsdienste und die soziale Betreuung.
AG 3: Partizipation
Die AG 3 gibt Teilnehmenden einen Rahmen, um über Möglichkeiten für mehr Partizipation im Kontext Unterbringung zu diskutieren. Dabei ist die Partizipation von Bewohnenden in Gemeinschaftsunterkünften und in dezentraler Unterbringung im Fokus. Es werden weniger und stärker formalisierte Formen der Anhörung, Einbeziehung und Mitbestimmung diskutiert. Dabei sollen die Teilnehmenden dort beginnen dürfen, wo sie gerade stehen. Für einzelne AG-Treffen werden Schwerpunkte gesetzt, etwa unterschiedliche „Beteiligungsformate“. Neben Geflüchteten selbst werden auch andere Akteure, etwa Nachbarschaften in Quartieren in die Diskussion einbezogen. Für spezifische Beispiele werden regelmäßig Updates aus dem Pilotvorhaben im Main-Taunus-Kreis eingebracht; die Vertretung des Kreises bringt Impulse mit und erhält Feedback von den anderen Teilnehmenden.
AG 4: Auszugsmanagement und Wohnraumvermittlung
Die AG 4 beschäftigt sich mit allen Fragen, die den Übergang von der öffentlich-rechtlichen Unterbringung in das private Wohnen betreffen. Für viele Kommunen ist hierbei vor allem die hohe Fehlbelegungsquote von bereits anerkannten Geflüchteten in der kommunalen Unterbringung eine Herausforderung. Die AG befasst sich daher zum einen mit Konzepten gelingender Wohnraumvermittlung sowie Möglichkeiten der Begleitung und Aufklärung von Mieter:innen und Vermieter:innen im Mietprozess. Zum anderen sollen aber auch Themen wie die Schaffung von mehr kommunalem Wohnraum oder die Mobilisierung von Leerstand sowie die Beseitigung von Diskriminierungsstrukturen am Wohnungsmarkt diskutiert werden.
Am dritten Tag des Wissensnetzwerkstreffens stand die gemeinsame inhaltliche Arbeit an den Schwerpunktthemen des Projekts im Fokus. In einem Gallery Walk konnten die Teilnehmenden verschiedene Themenstationen besuchen, ihre Perspektiven einbringen..
Am zweiten Tag des Präsenztreffens des Wissensnetzwerks in Hildesheim widmeten sich die Teilnehmenden dem Querschnittsthema Partizipation. In einem Workshop mit Mohammed Jouni wurden Perspektiven darauf diskutiert, wie Beteiligung von Bewohner:innen..
Vom 10. bis 12. März 2026 kamen Vertreter:innen aus Kommunen in ganz Deutschland zum zweiten Präsenztreffen des Wissensnetzwerks des Projekts „Mehr als vier Wände“ zusammen. Gastgeberin waren die Universität Hildesheim,..
Im Rahmen eines weiteren Online-Treffens des Wissensnetzwerks am 29.01.2026 stand das Thema Digitalisierung in der Unterbringung von Geflüchteten im Fokus. Vertreter:innen der Kommunen kamen zusammen, um Einblicke in ihre aktuellen..
Mit einer Online-Veranstaltung ist das „Mehr als vier Wände“-Wissensnetzwerk in den Herbst gestartet. Gemeinsam wollen wir die inhaltliche Arbeit in verschiedenen Schwerpunkten vertiefen und praxisnahe Lösungen für Kommunen entwickeln. Am..
Am 26. und 27. Juni 2025 fand in Erlangen das Auftakttreffen des bundesweiten Wissensnetzwerkes des „Mehr als vier Wände“-Projekts statt. Mit der Auswahl der Pilotkommunen und dem offiziellen Start des..